Nils testet: Small World

kurz & knackig
Small World2

Spieldauer 40 Minuten | Altersempfehlung 10+ | 2-5 Mitspieler

Small World ist ein sogenanntes “Area Control” Spiel. Spieler nehmen Landschaften ein und versuchen Sie zu verteidigen. Auch die Verdrängung anderer Mitspieler ist möglich. Small World ist vergleichbar mit Risiko, bringt aber viele Änderungen mit.
Zu Beginn jeder Runde wählt jeder Spieler ein Volk, jedes Volk hat bestimmte Fähigkeiten auf die ich später genauer eingehe. Mit den Völkern nehmen die Spieler Landschaften ein. Am Ende jedes Spielzuges wird gezählt wieviele Gebiete im Besitz sind. Pro Gebiet erhalten die Spieler eine Goldmünze. Diese sind am Spielende Siegpunkte wert. Der Spieler mit den meisten Siedepunkten gewinnt das Spiel.

Nachdem das der Mitspieleranzahl passende Spielbrett rausgesucht und alles nach Anleitung aufgebaut wurde erhält jeder Mitspieler etwas Gold zum Start. Außerdem werden 5 von den 14 Völkern offen ausgelegt. Den Völkern wird jeweils noch eine Spiezialfähigkeit zugelost.

Jedes Volk kommt mit einer Fähigkeit: zum Beispiel haben die Wassermänner Vorteile beim Erobern in allen Küstenregionen. Menschen erhalten dafür zusätzliche Siegpunkte wenn sie Ackerland besitzen. Außerdem haben die Völker unterschiedliche Truppenstärken. Rattenmenschen besitzen mit 8 die höchste Truppenstärke, Zwerge kommen nur zu dritt. Die Truppenstärke stellt im Grunde genommen die Manneskraft eines Volkes dar.
Wie bereits oben erwähnt werden den Völkern noch Spezialfähigkeiten zugelost. Diese Fähigkeiten geben zum Beispiel einer Rasse der Fähigkeit zu Fliegen. Oder sie dürfen Festungen errichten. Eine andere Fähigkeit erlaubt wiederum es dem Volk einen Drachen zu kontrollieren.

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Geschickt eingesetzt verschaffen die Völker- und Spezialfähigkeiten also einen enormen Vorteil.

Mit der ausgesuchten Volk darf man nun den Spielplan erobern. Auf jedes leere Feld muss man zwei Völkerplättchen ablegen um es zu erobern. Ist auf dem Feld ein anderes Volk oder ein Hindernis dann muss für jedes vorhandene Plättchen ein weiteres Völkerplättchen abgelegt werden. So ist es auch möglich andere Völker vom Spielplan zu verdrängen.

Wenn alle Rassenplättchen verteilt sind darf man die ausliegenden Plättchen umsortieren um beispielsweise die Grenzen zu verstärken. Am Ende des Spielzuges werden die besetzten Gebiete gezählt, für jedes Gebiet erhält man eine Goldmünze (=Siegpunkt). Nun ist der nächste Spieler an der Reihe.
Wenn man nun erneut am Zug ist hat man nun die Möglichkeit alle Völkerplättchen seines Volkes wieder auf die Hand zu nehmen um weiter zu erobern. Achtung: nimmt man alle Plättchen von einem Feld dann verliert man selbstverständlich jegliche Gebietsansprüche und es muss erneut erobert werden.

Alternativ darf man zu Beginn des Spielzuges auch sein Volk untergehen lassen. Das macht Sinn wenn der Vorrat der Völkerplättchen sich zu Ende neigt. Wenn man sich dafür entscheidet verliert man die Kontrolle über das Volk. Allerdings erhält man noch solange Gold für die eingenommenen Gebiete bis die Gebiete durch andere Spieler eingenommen wurden. In der nächsten Runde darf man sich nun wieder ein neues Volk aussuchen.

Nils

Beim ersten öffnen der Schachtel war ich erstmal aufgrund der schieren Menge an Spielmaterial überwältigt. Nach kurzem Regelstudium dann aber Erleichterung: Das Regelwerk von Small World ist kurz und verständlich. Pro runde hat jeder Spieler wenige Aktionen die allesamt schnell erklärt sind. Die 34 verschiedenen Fähigkeiten müssen nicht zu Spielbeginn erklärt werden, das geht auch on-the-fly während der Partie.
Small World kann durchaus strategisch gespielt werden, zwingt aber keinen dazu. Das macht das Spiel familientauglich. Die immer wieder anderen Kombinationen der Völker & Fähigkeiten halten das Spiel auch über viele Runden spannend und abwechslungsreich.

Schön ist auch das man selbst nach einem misslungenen Spielstart immer die Möglichkeit hat die anderen Mitspieler einzuholen.
Small World ist ein spannendes Strategiespiel. Interessant für Einsteiger sowie für erfahrene Spieler.
Das Fantasythema ist super umgesetzt und für Kinder nicht zu düster. Small World punktet in meinen Augen vor allem durch die hohe Variation und die für ein Strategiespiel angenehme Spielzeit von ca. 40 Minuten.