Nils testet: The Mind

kurz & knackig

Bei The Mind bilden alle Spieler ein Team. Das Spiel besteht aus 100 Zahlenkarten mit den Werten 1-100. Pro Runde bekommt jeder eine Karte mehr auf die Hand. Das heißt in der Ersten eine, in der Zweiten zwei Karten, in der Dritten drei Karten und so weiter. Ziel ist es diese Karten in aufsteigender Reihenfolge abzulegen.
Klingt einfach. Allerdings ist jegliche Kommunikation verboten. Keine geheimen Handzeichen, kein Augenzwinkern, nichts.

Spätestens jetzt werde ich beim Erklären von The Mind schräg angeguckt und gefragt wie das gehen soll.

Spieldauer 20 Minuten | Altersempfehlung 10+ | 2-4 Mitspieler

Zu Spielbeginn werden alle 100 Zahlenkarten gemischt. Das Team bekommt je nach Spielerzahl eine bestimmte Anzahl an Leben und Wurfsterne. Die Levelkarten werden aufsteigend übereinander gestapelt. Level 1 liegt also sichtbar auf dem Stapel.
Im ersten Level erhält jeder Spieler verdeckt eine Karte. Pro Level gibt es eine Karte mehr auf die Hand.
Wenn das Team bereit ist legen alle ihre flache Hand auf den Tisch um dies zu signalisieren. Jetzt sollte sich das gesamte Team auf das aktuelle Level konzentrieren. Die einzelnen Mitspieler entscheiden wann Sie Ihre Hand vom Tisch ziehen und signalisieren damit das sie eine Karte ausspielen möchten.
Der Spieler mit der “4” sollte seine Hand schneller vom Tisch nehmen als jemand mit der “80”.

Jeder darf also zu jedem Zeitpunkt, von dem er denkt dass er nun an der Reihe ist, eine Karte ausspielen. Wenn dabei jemand ein Fehler macht wird die aktuelle Runde unterbrochen. Alle Karten, die unter dem eben abgelegten Zahlenwert sind, werden abgelegt.
Das Team muss ein Leben abgeben und die angefangene Runde wird weiter gespielt bis niemand mehr Karten auf der Hand hat.

Als Hilfe hat das Team Shurriken die jederzeit ausgespielt werden dürfen. Jetzt dürfen alle Spieler die niedrigste Karte ablegen. Das hilft bei vor allem in späteren Leveln bei Unstimmigkeiten und knappen Entscheidungen.

Wurden alle Karten erfolgreich aufsteigend ausgespielt, dann wird die aktuelle Levelkarte abgelegt und das nächste Level beginnt. Ab und zu gibt es für ein geschafftes Level eine Belohnung. Das können Bonusleben oder Shurriken sein.
Das Spiel endet sofort wenn alle Lebenskarten verbraucht sind. Gewonnen hat das Team wenn alle 10 Level geschafft sind.

Nils

The Mind ist kein typisches Kartenspiel. Vielmehr ist es ein Experiment. Zum einem experementiert es mit einem völlig neuen Spielprinzip. Zum anderen ist es ein zwischenmenschliches Experiment. Alle Spieler müssen sich aufeinander einlassen. In der Spielregel ist oft von “Synchronisieren” die Rede. Das trifft es sehr gut. Das innere Zeitgefühl muss aufeinander abgestimmt werden.
Sekunden abzählen ist nicht erlaubt, das ist Mogelei und raubt den Spielspaß. Das Spiel sollte im Sinne des Autors gespielt werden. Erst dann werden all die schönen Emotionen freigesetzt. Zwei Spieler die sich bei einer knappen Entscheidung, wer nun zuerst seine Karte ausspielt, verzweifelt anschauen. Oder der gemeinsame Jubel wenn zwei dicht aufeinander folgende Karten abgelegt wurden. Das sind Momente die The Mind zu etwas ganz Besonderen machen.