Nils testet: Wettlauf nach El Dorado

kurz & knackig

Das Ziel liegt auf der Hand: Wer erreicht als erstes El Dorado? Es gilt den gefährlichen Weg durch den Dschungel zu bestreiten. Schwere Entscheidungen müssen getroffen werden: Wer unterstützt das Team, wer muss gehen und welcher Weg wird eingeschlagen? Wettlauf nach El Dorado ist ein spannendes, abwechslungsreiches Spiel.

Im Kern ist El Dorado ein Laufspiel. Ziel ist es als erstes sich einen Weg durch den Dschungel zu bahnen und El Dorado zu erreichen. Auf dem, aus 6-eckigen Elementen bestehenden, Spielplan sind drei verschiedene Landschaftstypen vertreten: Dschungel, Wasser und Wüste.
Jeder Spieler hat ein Basisdeck. Mithilfe der Karten aus diesem Deck versuchen sich die Spieler einen Weg durch den Dschungel zu schlagen. Außerdem hat man jederzeit die Möglichkeit die Handkarten zu nutzen um neue, stärkere Karten für sein Kartendeck zu kaufen.
Dieser Spielmechanismus ist nennt sich Deckbau. Also der Aufbau eines eigenen Kartendecks.

Der zu bestreitende Weg besteht, wie gesagt, aus verschiedenen Landschaften. Jede Landschaft erfordert eine bestimmte Kartenfarbe (Grün für Dschungel, Blau für Wasser und Gelb für Wüste). Je weiter das Spiel fortgeschritten ist desto höher werden die Anforderungen um ein Feld zu überqueren. Die Karten aus dem Basisdeck reichen hier schon oft nicht mehr aus um vorran zu kommen.

Aber Hilfe naht: Aus einer Auslage können stärkere Karten gekauft werden. Unter diesen Karten sind zum einen Bewegungskarten und zum anderen Aktionskarten. Die Aktionskarten erlauben es einem zum Beispiel zusätzlich Karten auf die Hand zu ziehen.

Karten werden mit den Karten die man auf der Hand (4 pro Runde) hat gekauft. Nachdem man eine Karte erworben hat wird diese Karte (zusammen mit den Karten die man zum Kauf verwendet hat) direkt auf den eigenen Ablagestapel gelegt. Sobald der Nachziehstapel leer ist werden alle Karten vom Nachziehstapel gemischt. Die gemischten Karten bilden den neuen Nachziehstapel.

Von Runde zu Runde entscheidet man sich erneut ob man die Handkarten zum Laufen oder Kaufen nutzt. Oft führt es nicht zum Erfolg wenn man direkt am Anfang einen großen Satz nach vorne macht. Das rächt sich spätestens dann wenn man stärkere Karten benötigt um weiter zu kommen. Das hat zur Folge das man unweigerlich Pausen einlegen muss in denen man Karten kauft und dann noch so lange nachziehen muss bis man die neu erworbene Karte nachzieht..
Es erweist sich also als sinnvoll rechtzeitig in sein Kartendeck zu investieren.

Nils

Reiner Knizia vereint mit Wettlauf nach El Dorado zwei Spielmechanismen zu einem. Das klassische Laufspiel mit Deckbau (was spätestens nach Dominion Spiel des Jahres 2009 in aller Munde ist). Und diese Kombination ist sehr gut gelungen.

Taktische Entscheidungen müssen während des Spiels individuell getroffen werden. Die eine Strategie um jede Partie zu gewinnen gibt es nicht. Denn jedes Spiel ist dank dem variablen Spielplan anders. Viel Abwechslung und ein hoher Wiederspielwert sind garantiert.
El Dorado eignet sich für Familien mit Kindern ab 9 Jahren. Ein tolles und nicht zu komplexes Spiel mit tiefe. Hier werden selbst Experten nicht enttäuscht.